Onychomykose ( Nagelpilz ) erkennen
Sympthome im Anfangstadium
- Verfärbungen: Erste weiße bis gelbliche Flecken, oft in den Ecken des Zehennagels.
- Glanzverlust: Der Nagel wirkt matt und verliert seine Transparenz.
- Strukturveränderung: Leichte Verdickung oder Brüchigkeit kann auftreten.
- Nicht schmerzhaft: Zu Beginn verursacht der Pilz meist keine Schmerzen, weshalb er oft übersehen wird.
- Selbstbehandlung: Wenn weniger als die Hälfte des Nagels befallen ist, ist eine Behandlung mit pilzabtötenden Mitteln (Antimykotika) aus der Apotheke oft erfolgreich.
- Ursache: Oft beginnt es mit einer Fußpilzinfektion, die auf den Nagel übergreift.
- Bei Verdacht sollte zeitnah gehandelt werden, da sich der Pilz unbehandelt weiter ausbreitet und die Behandlung langwieriger wird.
Wie wird die Diagnose „Onychomykose“ gestellt?
Die Onychomykose ist meistens eine klassische Blickdiagnose. Wenn ein oder mehrere Nägel nicht mehr die klassische Farbe und Form aufweisen, ist eine Nagelpilzinfektion sehr wahrscheinlich. Da das Wachstum des Nagelpilzes langsam ist, wird die Diagnose meistens erst gestellt, wenn bereits größere Anteile des Nagels betroffen sind. Um die richtige Gattung des Pilzes zu diagnostizieren, kann eine kleine oberflächliche Gewebeentnahme erfolgen. Dabei werden kleine Nagelsplitter entnommen und auf eine Agarplatte gelegt. Hier hat der Pilz ideale Wachstumsbedingungen und kann sich auf der Platte entfalten. Nach mehreren Wochen kann der Arzt oder die Ärztin durch das charakteristische Aussehen des Pilzes auf der Platte die entsprechende Pilzgattung diagnostizieren. Es gibt auch neuartige Behandlungsmethoden (PCR-Diagnostik), bei denen man die richtige Pilzgattung innerhalb weniger Tage erhält.
Nagelpilz, auch Onychomykose genannt, ist eine sehr weit verbreitete Erkrankung der Nägel. Es können sowohl die Finger- als auch die Zehennägel von den Pilzerregern befallen werden, wobei die Zehennägel weitaus häufiger von einem Nagelpilz betroffen sind als die Fingernägel.
Oft wissen Betroffene zu Beginn jedoch gar nicht, dass sie an einem Nagelpilz leiden, weshalb auch die Behandlung in vielen Fällen ausbleibt oder erst sehr spät erfolgt. Das hat zur Folge, dass sich der Nagelpilz ausbreiten und auf andere Nägel übertragen kann. Auch eine Ansteckung anderer Personen wie beispielsweise Familienmitglieder oder Mitbewohner ist möglich. Daher ist es sehr wichtig auch bei Ungewissheit ob es sich tatsächlich um einen Nagelpilz handelt sich an einen Fachfußpfleger zu wenden der für die Notwendige Behandlung sorgt und nach der Behandlung weitere Unterstützung bietet um Verbreitungen und Neuansteckungen zu verhindern.
Bei etwa 10% (Spanne von 2–14%) der Bevölkerung besteht eine Onychomykose und zu den Risikofaktoren für Onychomykose gehören
- Tinea pedis
- Vorher bestehende Nageldystrophie (z. B. bei Patienten mit Psoriasis)
- Höheres Alter
- Männliches Geschlecht
- Die Exposition gegenüber jemandem mit Tinea pedis oder Onychomycose (z. B. ein Familienmitglied oder durch Baden in öffentlichen Badeanstalten)
- Periphere Gefäßerkrankungen oder Diabetes
- Immunschwäche
Ist Onychomykose ansteckend..??
Ja, Onychomykose (Nagelpilz) ist sehr ansteckend und weit verbreitet. Die Übertragung erfolgt durch Schmierinfektion, oft in feucht-warmen Umgebungen (Schwimmbäder, Saunen, Hotelzimmer, Duschen) oder durch direkten Kontakt. Der Pilz kann sich unbehandelt auf andere Zehen/Nägel und auf Mitmenschen ausbreiten.
Wichtige Fakten zur Ansteckung:
- Übertragungswege: Hauptsächlich über infizierte Haut- oder Hornschuppen, die auf Böden, Teppiche oder in Schuhe gelangen.
- Risikofaktoren: Barfußlaufen in öffentlichen Bereichen, enge Schuhe, geschwächtes Immunsystem, Diabetes oder Durchblutungsstörungen.
- Schutzmaßnahmen: Badeschlappen in Schwimmbädern/Saunen tragen, Handtücher und Socken bei min.60 Grad waschen, Füße trocken halten.
- Dauer: Nagelpilz heilt nicht von alleine und ist bis zur vollständigen Ausheilung (oft 9-12 Monate) ansteckend.
die Behandlung durch einen Fachfußpfleger
Die Behandlung von Onychomykose (Nagelpilz) umfasst das regelmäßige, fachgerechte Abfräsen aller befallenden Nagelsubstanzen, um Wirkstoffe (Antimykotika) tiefer eindringen zu lassen. Diese unterstützende Therapie (alle 4–6 Wochen) ist essenziell für die Heilung, die oft Monate dauert. Kombiniert wird dies meist mit medizinischen Lacken oder Salben.
Vorbeugung und Hygienemaßnahmen gegen Nagelpilz
Um eine Reinfektion zu verhindern, ist es sinnvoll, während und vor allem nach Abschluss der antimykotischen Behandlung die Schuhe und Strümpfe zu desinfizieren. Strümpfe sollten mit einem Vollwaschmittel bei mindestens 60 °C gewaschen werden, um lebende Pilzelemente abzutöten. Außerdem sollten bekannte prädisponierende Faktoren möglichst ausgeschaltet werden. In Nassbereichen (Sauna, Schwimmbad) kann das Tragen von Badeschuhen mögliche Pilzinfektionen verhindern.
Nagelpilz im Anfangsstadium zeigt sich meist durch leichte weißliche, gelbliche oder bräunliche Verfärbungen am vorderen oder seitlichen Nagelrand. Der Nagel verliert seinen natürlichen Glanz, wird trüb und manchmal brüchig. Eine frühzeitige durch einen Fachfußpfleger beginnende Behandlung ersparen teure Chemische Medikamente um ein Fortschreiten zu verhindern die natürlich auch nicht ganz ohne eine Reihe von Nebenwirkungen aufweisen.
